Wir alle kennen ihn, viele von uns leiden tagtäglich darunter: Lärm. Doch was genau ist Lärm? Ab wann gilt ein Geräusch nicht mehr nur als ein solches, sondern wird zu Lärm? Warum gilt Lärm als schädlich für Gesundheit und Wohlbefinden und wie schützen wir uns dagegen? Im folgenden Artikel haben wir die wichtigsten Informationen zum Thema Lärm für Sie zusammengetragen. Als Spezialist zum Thema Lärmschutz kennen wir von RAU® die Probleme und Anforderungen – auf unsere Expertise können Sie sich verlassen.
Was ist eigentlich Lärm?
Einzelne Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein, und so ist auch die Wahrnehmung von Lärm sehr subjektiv. Allgemein wird Lärm als jedes laute Geräusch definiert, welches uns stört. Auch wenn die Empfindungen hier stark auseinandergehen können, kennt jeder von uns das Gefühl, unter Lärmbelastung zu leiden. Lärm ist aber nicht gleich Lärm. Um festzulegen, ab wann hohe Dezibel (dB) für die Gesundheit als schädlich empfunden werden können und es auch sind, muss die Messtechnik beachtet werden.
In unserer Umgebung finden sich überall ganz unterschiedliche Lärmquellen. Die größten davon sind Flug- und Straßenverkehr. Autos, Flugzeuge, Lastwagen und Motorräder verursachen besonders viel Lärm, der auch aufgrund der enormen Menge an Fahrzeugen stetig zunimmt. Am Arbeitsplatz sind ebenfalls viele Menschen Lärm als Stressfaktor ausgesetzt, etwa in der Industrie oder im Baugewerbe, aber auch an Flughäfen oder Bahnhöfen. Im privaten Bereich gibt es ebenfalls Geräusche, die als Lärm wahrgenommen werden. So können etwa laute Gespräche während der Ruhezeiten, laute Musik oder Fernsehgeräte von Nachbarn, die über Zimmerlautstärke laufen, als störend empfunden werden.
Wie wird Lärm gemessen?
Geräusche entstehen durch Schwingungen in der Luft. Hierbei entsteht ein Schalldruckpegel, also die Stärke des Schalls, welche in Dezibel (dB) gemessen wird. Je lauter das Geräusch, umso höher ist die Dezibel-Zahl und somit auch die potenzielle Belastung unserer Ohren. Auch die Frequenz spielt eine Rolle. Töne, die als hoch wahrgenommen werden, haben mehr Schwingungen pro Sekunde. Die Frequenz wird in Hertz gemessen. Während ein gesundes Gehör alles zwischen 16 und 20.000 Hertz erfassen kann, beginnt die Dezibelwahrnehmung bei null. 120 Dezibel gelten als Schmerzgrenze. Eine Überschreitung kann schwere und bleibende gesundheitliche Folgen haben.
Ab wann und warum macht Lärm krank?
Lärm hat dann Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn bestimmte dB wiederholt und/oder dauerhaft überschritten werden. Wird die Schmerzschwelle überschritten, beispielsweise durch einen Silvesterböller in unmittelbarer Nähe, kann sogar bereits ein einzelner Vorfall reichen, um Ihr Gehör zu schädigen. Ausschlaggebend ist auch, dass sich das Gehör nicht reparieren lässt. Ob durch ein solches einmaliges Ereignis oder eine beständige Belastung durch Lärm ohne Gehörschutz: Lärm macht krank und kann so negative gesundheitliche Auswirkungen haben.
Dazu zählen beispielsweise:
Chronische Schlafstörungen
Stress und Bluthochdruck
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Hörschäden wie Tinnitus
Diabetes 2
Kopfschmerzen
Verdauungsprobleme
Kognitive Entwicklungsschäden bei Kindern
Lärm und Gesundheit: Warum ist Lärmschutz so wichtig?
Lärm macht krank. Auch wenn es uns in vielen Situationen nicht bewusst ist, sind die hohen Geräuschpegel, denen wir häufig ausgesetzt sind, schädlich für unser Gehör. Und nicht nur das: Schon eine kurzzeitige Lärmbelastung kann die Leistungsfähigkeit zeitweise senken. Lärmbelastungen über einen längeren Zeitraum hinweg können hingegen den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöhen. Auch Schlafstörungen, Kopf- und Magenschmerzen sowie Veränderungen der Gehirnaktivitäten und ein vermehrtes Ausstoßen von Stresshormonen sind Symptome von Lärm-Auswirkungen. Darum ist Lärmschutz so wichtig.
Wie wir ein Geräusch erfassen, ob es also nur leicht unangenehm oder viel zu laut ist, hängt sowohl von der betroffenen Person als auch dem akuten Umfeld ab. Lärmbelastung in einer Bibliothek lässt sich problemlos von Lärmquellen im Straßenverkehr unterscheiden. Um Erkrankungen durch Lärm zu vermeiden, gilt es, auf die dB zu achten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt als vorbeugenden Lärmschutz, den Dauerschallpegel von 40 dB in Wohnräumen nicht zu überschreiten. Dies spiegelt in etwa die Lautstärke eines normalen Gesprächs wider. Jeder Schalldruckpegel, wie beispielsweise sehr laute Musik in einer Diskothek oder tosender Straßenverkehr, sollte nur für kurze Zeit erduldet werden.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick darüber, ab wann Lärm krank macht:
Dezibel
Beschreibung
Mögliche Folgen durch langfristige Belastung
ab 40 dB
Leise Wohnungsgeräusche
mögliche Lern- und Konzentrationsprobleme
50 dB
Zimmerlautstärke
Gespräch und TV oder Radio im Hintergrund
Einschränkungen der Leistungsfähigkeit
55 dB
Regenschauer
erhöhtes Risiko von Bluthochdruck
ab 60 dB
Rasenmäher in 10 m Entfernung
mögliche Hörschäden
ab 65 dB
Hauptstraße tagsüber
erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
ab 85 dB
bei der Arbeit gesetzlich vorgeschrieben
mögliche Hörschäden bei Belastung von 40 Stunden pro Woche
100 dB
Störungen der Durchblutung
120 dB
Trillerpfeife in 1 m Entfernung
Schmerzschwelle
bereits Einzelfall kann zu bleibenden Gehörschäden führen
Nicht immer kann man die Entstehung des Lärms bekämpfen. Daher braucht es verschiedene Maßnahmen, um die Auswirkungen auf Menschen und ihre Gesundheit zu begrenzen.
Lärm als Stressfaktor: Lärmminderung in Ihrer Umgebung
Im Privaten ist es häufig kein Problem, die Lärmbelastung zu minimieren. Nur die wenigsten Menschen umgeben sich freiwillig von dauerhaften Geräuschen, die als stark unangenehm empfunden werden. Doch darüber hinaus wird es meist schwierig, sich vor Lärm zu schützen. Besonders die gesundheitliche Belastung durch Verkehrslärm, der größten Lärmquelle, ist enorm.
Wir bei RAU® haben es uns zum Ziel gemacht, maximalen Lärmschutz bei bestmöglicher Nachhaltigkeit zu verwirklichen. Wir schützen Ihre Gesundheit und gestalten dabei das Stadtbild mit unseren grünen Lösungen attraktiver. Unser Schallschutz ist darauf ausgelegt, schädliche Umwelteinwirkungen durch andauernde oder sich wiederholende laute Geräusche zu vermeiden oder zumindest einzuschränken. Das erreichen wir durch Lärmschutzwände mit einer speziellen Bauweise, lärmabsorbierenden Materialien und umweltfreundlichen Bepflanzungen, die dazu noch optischen Mehrwert bieten.
Weitere Maßnahmen können wie folgt aussehen:
Aufstellen von Schallschutzwänden oder Errichten von Erddämmen an Straßen oder Bahnstrecken
Schallschutzfenster oder schalldämmende Baustoffe
Schallminderungsmaßnahmen in Fahrzeugen
Verbesserte Reifentechnologien und sogenannter Flüsterasphalt gegen Fahrgeräusche
Bau leiserer Maschinen und Geräte wie etwa Rasenmäher, Waschmaschinen etc.
Macht Lärm krank? Tipps, um Ihre Gesundheit zu schützen
Um die negativen Folgen von Lärm auf Ihre Gesundheit zu minimieren, gibt es einiges, was Sie tun können. Diese Tipps gegen Lärm haben wir hier für Sie zusammengefasst: